4333 Unterschriften für die Anpassung der Bebauungsplanung in Buch-Am Sandhaus zum Erhalt und Schutz von „Moorwiese“, Moorlinsen und Bucher Wald gesammelt!

Mit Unterstützung zahlreicher Helfer ist es gelungen, 4333 Unterschriften auf Unterschriften-Listen an Info-Ständen und über den Rücklauf von Briefkasten-Einwürfen der Listenformulare zu sammeln!.
Die Unterschriften-Sammlung zwischen 21.08.-24.10.2021 mit den 7 Forderungen wurde von Bürgern aller sozialer Gruppen, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Bucher Vereinen sowie dem NABU Berlin ideell unterstützt. Sie fand vor allem bei in Buch und angrenzenden Ortsteilen bzw. Gemeinden lebenden Bürgern aber auch bei Bürgern aus Berliner Innenstadtbereichen, die die Bucher Natur als Naherholungsgebiet schätzen, überwältigenden Anklang.

Eine solche umfassende gemeinsame Willensbekundung für ökologische und soziale Anliegen hat es in Berlin-Buch bisher noch nicht gegeben!
Das zeigten auch zahllose Gespräche, die an den Info-Ständen mit interessierten Bürgern von Mitgliedern der Initiative geführt wurden. An den Info-Ständen lag dazu die vom Senat der aktuell laufenden „Masterplan-Phase“ zugrunde gelegte Vorzugsvariante der Bebauungsplanung (Entwurf von Wessendorf) im DIN A0-Format zur Einsichtnahme auslag. Anhand dieser offiziellen grafischen Darstellung wurden die 7 Forderungen diskutiert. Besonders kritisiert wurden an der Vorzugsvariante

  • dass demnach das soziale Kinder- und Jugendprojekt „Moorwiese“ zwischen hohen Bebauungen eingemauert sein wird und damit jeglicher Erweiterungsmöglichkeit beraubt wird,
  • die zu dicht an die Große Moorlinse heranreichenden Bebauungen, die nicht den Fluchtdistanzen der dort brütenden oder als Nahrungsgäste verweilenden Vögel angepasst sind,
  • die nach dem offiziellen Senats-Vorprüfungsergebnis dieser Vorzugsvariante für die Bebauung in Anspruch genommenen 7-8 ha Fläche des Bucher Waldes sowie
  • die unvertretbar hohe Flächen-Neuversiegelung, insbesondere durch die Bebauungen in 2. und 3. Reihe entlang der Straße Am Sandhaus.

Einhellige Unterstützung findet die Forderung, dass vor jeglicher Bebauung und dementsprechend steigender Einwohnerzahl eine Verkehrslösung für den gesamten Pankower Nordosten und das Umland – vor allem durch Ausbau des ÖPNV – umgesetzt sein muss.

Die Unterschriften-Listen sollen, sobald sich das neue Berliner Abgeordnetenhaus mit seinem Präsidium konstituiert hat, dort an die Abgeordneten öffentlich übergeben werden. Sie werden damit aufgefordert, den neuen Senat mit Anträgen im Abgeordnetenhaus zur Änderung der Bebauungsplanung unter Berücksichtigung der Forderungen zu bewegen.
Die Initiative Buch – Am Sandhaus wird Termin und Ort der öffentlichen Übergabe auf ihrer Web-Seite und mit Ihrem Email-Newsletter rechtzeitig bekannt geben.

2 Kommentare

  1. Da die Verkehrssituation schon jetzt im Pankower Nordosten sehr schwierig ist, schlage ich die Übergabe der Forderung zur Änderung der Bebauungsplanung gemeinsam mit den Initiatoren aller betroffenen Ortsteile vor.

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