Zeitgeschichte ade, aus für viele Kirschbaum-Anpflanzungen des „Sakura“-Projektes durch Wessendorf-Entwurf

In der Aufgabenstellung der Senatsverwaltung SE & W an die 3 Planungsbüros ist auf deren Seiten 60 und 108 als Aufgabe die Integration in den Planentwurf auch explizit beschrieben:

„Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurde auf die symbolische Bedeutung dieser Kirschbaumgruppe hingewiesen. Es ist zu prüfen, ob die Kirschbaumgruppe als Symbol der Völkerverständigung erhalten und als identitätsstiftendes Element in den Entwurf integriert werden kann.“

Leider hatte die Senatsverwaltung in der Vorprüfung für die 3. Runde am 23.06.2021 diesen guten Vorsatz wieder vergessen – die Entwürfe wurden daraufhin nicht geprüft.

Der historisch-politische Hintergrund der Kirschbaum-Anpflanzungen 1993 wird einfach nicht berücksichtigt.

Nicht genug damit, dass die Kirschbaum-Anpflanzungen nach dem Auszug der Helios GmbH 2007 aus dem Krankenhaus-Gelände ebenso wie die in Landeseigentum befindlichen Gebäude und Flächen selbst dem Verfall/der Verwilderung preisgegeben wurden. Angesichts der symbolischen Bedeutung dieser durch Spenden der japanischen Bevölkerung von mehr als 1 Mio Euro (nach einem Aufruf des TV-Senders Asahi) finanzierten 1993 ff deutschlandweit, v.a. aber in Berlin ermöglichten Anpflanzungen, wird aus meiner Sicht die nunmehr drohende Abholzung zu einem Menetekel gleichgültiger Geschichtsvergessenheit der Berliner Landesregierung.

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